Raum schaffen – Ruhe finden

Es sind nun bald acht Wochen in denen ich nahezu täglich Yoga übe. Morgens ist es das erste nach dem Aufstehen, Yogaklamotten anziehen, Matte ausrollen und los geht es. Einige Aufwärmübungen, 5 x Sonnengruß, eine Reihe Asanas und Pranayama und zum Abschluss eine Meditation. Dann in den Tag, der nicht viel anders abläuft, wie meine früheren Tage … oder doch?

Zuerst nicht. Da ging es normal weiter. Doch nach ungefähr drei Wochen schlichen sich leichte Veränderungen ein. Erst einmal nichts gravierendes. Ich wurde ruhiger und ich wurde ungnädiger, wenn meine Yogastunde durch äußere Umstände, wie frühe Termine, bedroht wurde. Dann bemerkte ich, dass ich weniger Hunger hatte. Auch nicht mehr nur aus Langeweile oder so naschte. Die neuste Entwicklung, ich brauchte mehr Raum. Gestern habe ich mein Zimmer ausgemistet und umgeräumt. Nun ist in der Mitte des Raumes genug Platz zum yogieren und es geht weiter. Ich brauche Raum. Innerlich und äußerlich.

Erleuchtung

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Ach wenn ich mich als doof oute, die Sache mit der Erleuchtung habe ich nie so richtig kapiert. Vielleicht bin ich dafür im Hier und Jetzt … aber stimmt das? Eigentlich ja auch nicht, denn mit einem Fuß bin ich ja ständig in der Anderswelt unterwegs. Nur hat das etwas mit höherem Bewusstsein zu tun? Und wenn mich die Erleuchtung denn tatsächlich erwischt, woher weiß ich, dass es geschehen ist? Komme ich danach noch im Alltag klar? Fragen über Fragen und dabei übe ich Yoga in erster Linie, weil ich gelenkig bleiben will.

Körperwahrnehmung

Vom Kopf her weiß ich natürlich, dass sich 140 kg nicht gerade vorteilhaft auch 1,65 verteilen lassen, aber ich kriege immer einen Schreck, wenn ich Ganzkörperfotos von mir sehe. Ich habe lange überlegt, ob ich das Bild in den Blog stelle, schon alleine, wegen des freizügigen Dekolletés, habe mich aber denn doch dafür entschieden. Das komische ist, dass ich mich gar nicht so fett fühle, sicher bei manchen Übungen sind mir Bauch und Busen im Weg, irgendwas ist ja immer, aber im Großen und Ganzen bin ich recht beweglich. Ach ja, ich sitze hier ja fast im richtigen Schneidersitz. Das sah vor fünf Wochen noch ganz anders aus, damals konnte ich die Beine noch nicht so verkreuzen.

Immer mit dabei, Suka. Wenn ich die Yogamatte ausrolle, dann legt sie sich dazu und manchmal versucht sie sogar mit zu turnen.

Aber zurück zu meinem fetten Körper. Will ich eigentlich abnehmen? Ja, irgendwie schon, aber nicht um jeden Preis. Seit einigen Jahren habe ich zumindest nicht mehr zugenommen und habe mich an regelmäßige Mahlzeiten gewöhnt. Ein gewaltiger Fortschritt. Nun warte ich mal ab, ob mit dem Yoga auch mehr Spaß an anderen Bewegungen kommt.